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h1= title 'Fragen und Antworten zur Cannabis-Initiative'
h2 Was will die Cannabis-Initiative erreichen?
p Die Ziele der Cannabis-Initiativ werden in den drei Kernbotschaften zum Ausdruck gebracht:
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h2 Wird es bei einer Legalisierung von Cannabis mehr Opfer im Strassenverkehr geben?
p Wer fährt, kifft nicht. Diese Regel hat einen guten Grund, denn genau so wie bei Alkohol, gewissen Medikamenten oder einer schlichten Übermüdung, verringert Cannabis die Reaktionszeit. Studien legen nahe, dass <a href="http://bit.ly/2itOXj5" target="_blank">der Gebrauch von Cannabis die Wahrscheinlichkeit von Autounfällen verdoppelt</a>. Viele Uneinsichtige, die sich trotzdem gelegentlich unter Einfluss von Cannabis hinters Steuer setzen, berichten, dass Sie vorsichtiger und aufmerksamer fahren. Das könnte dann auch ein Grund sein, dass 6 Jahre später dasselbe Institut herausgefunden hat, <a href="http://bit.ly/2jgq3EU" target="_blank">dass in US-Staaten, die Cannabis zum medizinischen Gebrauch legalisiert haben, die Zahl der Verkehrstoten sogar zurückgegangen ist</a>. Es gibt bis jetzt keinen Grund anzunehmen, dass Cannabis-Konsum die Strassen unsicherer macht. Im Gegenteil, wer Cannabis konsumiert agiert meist verantwortungsvoller und umsichtiger.
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h1 Allgemeine Fragen zu Cannabis
h2 Wie gefährlich ist Cannabis?
p <a href="https://unige.ch/sciences-societe/socio/files/1514/5068/7795/Sociograph_22_a.pdf" target="_blank">Die Frage wurde durch die Eidgenössische Kommission für Drogenfragen (EKDF) untersucht.</a> Dabei zeigte sich, dass Cannabis durchwegs weniger problematisch ist als die bisherigen legalen Genussmittel Alkohol und Tabak.
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h1 Allgemeine Fragen zu Cannabis
h2 Wie gefährlich ist Cannabis?
p <a href="https://unige.ch/sciences-societe/socio/files/1514/5068/7795/Sociograph_22_a.pdf" target="_blank">Die Frage wurde durch die Eidgenössische Kommission für Drogenfragen (EKDF) untersucht.</a> Dabei zeigte sich, dass Cannabis durchwegs weniger problematisch ist als die bisherigen legalen Genussmittel Alkohol und Tabak.
h2 Kann man vom Passivkiffen high werden?
p Nein, man müsste sich in einem geschlossenen Raum befinden und Unmengen von Cannabis verbrennen, um eine Wirkung zu erzielen. Das Einatmen einer vorbeiziehenden süsslichen Rauchschwade hat absolut keine Wirkung.
h2 Kann man vom Passivkiffen high werden?
p Nein, man müsste sich in einem geschlossenen Raum befinden und Unmengen von Cannabis verbrennen, um eine Wirkung zu erzielen. Das Einatmen einer vorbeiziehenden süsslichen Rauchschwade hat absolut keine Wirkung.
h2 Verführt Cannabis zum Konsum anderer Drogen?
p Nein, die sogenannte Einstiegsdrogen-Theorie gilt bei allen Experten als überholt. Im Gegenteil, die Trennung von sogenannten weichen und harten Drogen kann nur durch eine konsequente Legalisierung vollzogen werden. Wenn Personen, welche nicht mehr in Kontakt mit Dealern kommen, die auch noch harte Drogen verkaufen, greifen sie weniger zu anderen Drogen. Ein Modell, dass in Holland seit Jahrzehnten erfolgreich umgesetzt wird.
h2 Verführt Cannabis zum Konsum anderer Drogen?
p Nein, die sogenannte Einstiegsdrogen-Theorie gilt bei allen Experten als überholt. Im Gegenteil, die Trennung von sogenannten weichen und harten Drogen kann nur durch eine konsequente Legalisierung vollzogen werden. Wenn Personen, welche nicht mehr in Kontakt mit Dealern kommen, die auch noch harte Drogen verkaufen, greifen sie weniger zu anderen Drogen. Ein Modell, dass in Holland seit Jahrzehnten erfolgreich umgesetzt wird.
h2 Wie wird Cannabis hergestellt und gewonnen?
p Cannabinoide, also die verschiedenen Wirkstoffe sind in der Cannabispflanze, insbesondere in der weiblichen Blüte vorhanden. Die Pflanze kann relativ einfach angepflanzt werden, danach können die getrockneten Blüten direkt konsumiert oder weiter verarbeitet werden. Im Prinzip reicht es ein Samen in einem Blumentopf zu setzen und regelmässig zu giessen.
h2 Wie wird Cannabis hergestellt und gewonnen?
p Cannabinoide, also die verschiedenen Wirkstoffe sind in der Cannabispflanze, insbesondere in der weiblichen Blüte vorhanden. Die Pflanze kann relativ einfach angepflanzt werden, danach können die getrockneten Blüten direkt konsumiert oder weiter verarbeitet werden. Im Prinzip reicht es ein Samen in einem Blumentopf zu setzen und regelmässig zu giessen.
h2 Macht Cannabis gewalttätig?
p Der Konsum von <a href="http://link.springer.com/article/10.1007/s00213-016-4371-1" target="_blank">Cannabis alleine hat in der Regel eher einen gegenteiligen Effekt</a>, man wird ruhiger und entspannter. Dass Cannabis die Gewaltbereitschaft erhöht ist höchst wahrscheinlich auf die Propaganda der 30er Jahre zurückzuführen — der Film <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sbjHOBJzhb0"target="_blank">„Reefer Madness“</a> ist ein gutes Beispiel dafür. Ein Effekt von Cannabis ist jedoch auch, dass es die Wirkung anderer Substanzen verstärken kann. Deshalb wird auch vom Mischkonsum, insbesondere mit Alkohol, abgeraten. Die negativen Effekte von Alkohol, beispielsweise Enthemmung, Gewaltbereitschaft oder erhöhte Risikobereitschaft, können stärker hervortreten, wenn jemand gleichzeitig Cannabis konsumiert.
p Insbesondere Jugendlichen wird eine erhöhte Gewaltbereitschaft nachgesagt. Dass Cannabis nicht ursächlich sein kann für Gewalt unter Jugendlichen, zeigt die Tatsache, dass trotz <a href="http://www.suchtmonitoring.ch/de/4/1-2.html?cannabis-pravalenz-gebrauch-in-der-gesamtbevolkerung"target="_blank">konstantem Konsum</a> die <a href="https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/strafjustiz.gnpdetail.2016-0112.html" target="_blank">Jugendgewalt immer mehr abnimmt</a>.
h2 Macht Cannabis gewalttätig?
p Der Konsum von <a href="http://link.springer.com/article/10.1007/s00213-016-4371-1" target="_blank">Cannabis alleine hat in der Regel eher einen gegenteiligen Effekt</a>, man wird ruhiger und entspannter. Dass Cannabis die Gewaltbereitschaft erhöht ist höchst wahrscheinlich auf die Propaganda der 30er Jahre zurückzuführen — der Film <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sbjHOBJzhb0"target="_blank">„Reefer Madness“</a> ist ein gutes Beispiel dafür. Ein Effekt von Cannabis ist jedoch auch, dass es die Wirkung anderer Substanzen verstärken kann. Deshalb wird auch vom Mischkonsum, insbesondere mit Alkohol, abgeraten. Die negativen Effekte von Alkohol, beispielsweise Enthemmung, Gewaltbereitschaft oder erhöhte Risikobereitschaft, können stärker hervortreten, wenn jemand gleichzeitig Cannabis konsumiert.
p Insbesondere Jugendlichen wird eine erhöhte Gewaltbereitschaft nachgesagt. Dass Cannabis nicht ursächlich sein kann für Gewalt unter Jugendlichen, zeigt die Tatsache, dass trotz <a href="http://www.suchtmonitoring.ch/de/4/1-2.html?cannabis-pravalenz-gebrauch-in-der-gesamtbevolkerung"target="_blank">konstantem Konsum</a> die <a href="https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/strafjustiz.gnpdetail.2016-0112.html" target="_blank">Jugendgewalt immer mehr abnimmt</a>.
h2 Macht Cannabis süchtig?
p
| Nach der internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) liegt dann eine Sucht vor, wenn drei oder mehr der folgenden Kriterien zutreffen:
ol
li starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen
li Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft)
li körperliche Entzugssymptome
li benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt
li fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt)
li fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.
h2 Macht Cannabis süchtig?
p
| Nach der internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) liegt dann eine Sucht vor, wenn drei oder mehr der folgenden Kriterien zutreffen:
ol
li starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen
li Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft)
li körperliche Entzugssymptome
li benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt
li fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt)
li fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.
| Der Konsum von Cannabis kann, genau so, wie Alkohol, Tabak, Kaffe, Sport, Sex, Smartphonegebrauch, etc. süchtig machen. Das Abhängigkeitspotenzial von Cannabis wird jedoch als mässig bis gering eingestuft.
img.img-responsive src="#{asset_path('abhaengigkeitspotential_dosis_gabel2006.png')}" alt="Acute toxicity of drugs versus regulatory status."
| Gable, R. S. (2006). Acute toxicity of drugs versus regulatory status. In J. M. Fish (Ed.),Drugs and Society: U.S. Public Policy, pp.149-162, Lanham, MD: Rowman & Littlefield Publishers.
p Immer wieder wird auch hervorgehoben, dass Jugendliche besonders anfällig wären, von Cannabis abhängig zu werden. Die Gehirnentwicklung von Jugendlichen ist noch nicht abgeschlossen, was sie anfällig für alle möglichen Abhängigkeiten macht. Eine Abhängigkeit im Jugendalter ist jedoch meist nicht durch Cannabis verursacht, sondern das Resultat vorangehender Probleme im Umfeld und insbesondere in der Familie. Da Cannabis gesellschaftlich nicht akzeptiert ist, lernen die Jugendlichen keinen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Substanz. Cannabis wird von den Jugendlichen nicht als gefährlich eingestuft. Die Tatsache, dass es trotzdem illegal ist, macht es zu einer idealen Substanz um die Grenzen auszutesten und gegen die Erwachsenen zu rebellieren. Wäre Cannabis gesellschaftlich akzeptiert, wäre der Anreiz Cannabis zu konsumieren unter Jugendlichen geringer.
| Der Konsum von Cannabis kann, genau so, wie Alkohol, Tabak, Kaffe, Sport, Sex, Smartphonegebrauch, etc. süchtig machen. Das Abhängigkeitspotenzial von Cannabis wird jedoch als mässig bis gering eingestuft.
img.img-responsive src="#{asset_path('abhaengigkeitspotential_dosis_gabel2006.png')}" alt="Acute toxicity of drugs versus regulatory status."
| Gable, R. S. (2006). Acute toxicity of drugs versus regulatory status. In J. M. Fish (Ed.),Drugs and Society: U.S. Public Policy, pp.149-162, Lanham, MD: Rowman & Littlefield Publishers.
p Immer wieder wird auch hervorgehoben, dass Jugendliche besonders anfällig wären, von Cannabis abhängig zu werden. Die Gehirnentwicklung von Jugendlichen ist noch nicht abgeschlossen, was sie anfällig für alle möglichen Abhängigkeiten macht. Eine Abhängigkeit im Jugendalter ist jedoch meist nicht durch Cannabis verursacht, sondern das Resultat vorangehender Probleme im Umfeld und insbesondere in der Familie. Da Cannabis gesellschaftlich nicht akzeptiert ist, lernen die Jugendlichen keinen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Substanz. Cannabis wird von den Jugendlichen nicht als gefährlich eingestuft. Die Tatsache, dass es trotzdem illegal ist, macht es zu einer idealen Substanz um die Grenzen auszutesten und gegen die Erwachsenen zu rebellieren. Wäre Cannabis gesellschaftlich akzeptiert, wäre der Anreiz Cannabis zu konsumieren unter Jugendlichen geringer.